Allgemeine Geschäftsbedingungen
für Datenrettung, Datenträgeranalyse, IT-Dienstleistungen und bereitgestellte Software
Hinweis: Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln insbesondere die kostenlose Erstprüfung, feste Pauschalpreise, Datenrettungsleistungen, die Analyse- und Bearbeitungspauschale bei Ablehnung einer technisch möglichen Datenrettung sowie Hinweise zur Nutzung bereitgestellter Software.
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Leistungen von CompuClinic – Christian Nennhuber, insbesondere für Datenrettung, Datenträgerprüfung, Datenträgeranalyse, Wiederherstellung von Daten, Image-Erstellung, Virtualisierung beschädigter Systeme, forensische Auswertungen, IT-Dienstleistungen sowie für von CompuClinic bereitgestellte Software, Hilfsprogramme, Skripte, Anleitungen und digitale Inhalte.
1.2 Diese AGB gelten gegenüber Verbrauchern und Unternehmern, soweit keine abweichenden individuellen Vereinbarungen getroffen wurden.
1.3 Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn CompuClinic diesen ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
2. Vertragspartner
2.1 Vertragspartner des Kunden ist:
CompuClinic – Christian Nennhuber
[Fürstensteiner Str. 25]
[94538 Fürstenstein]
2.2 „CompuClinic“ ist eine von Christian Nennhuber verwendete und geschützte Geschäftsbezeichnung / Wort-Bildmarke. Inhaber und Vertragspartner ist Christian Nennhuber.
3. Vertragsgegenstand
3.1 CompuClinic erbringt je nach Auftrag insbesondere folgende Leistungen:
- kostenlose Erstprüfung von Datenträgern,
- logische Datenrettung,
- physikalische Datenrettung,
- Datenrettung von Festplatten, SSDs, NVMe-Laufwerken, USB-Sticks, Speicherkarten, RAID-, NAS- und Serversystemen,
- Erstellung von Images, Arbeitskopien oder Klonen,
- Wiederherstellung beschädigter Dateisysteme,
- Prüfung und Rettung virtueller Systeme,
- forensische oder technische Auswertungen,
- sonstige IT-Dienstleistungen,
- Bereitstellung von Software, Hilfsprogrammen, Skripten, Anleitungen oder digitalen Inhalten.
3.2 Die Datenrettung ist technisch abhängig vom Zustand des Datenträgers, vom Schadensbild, von Überschreibungen, defekten Sektoren, Firmware-Schäden, mechanischen Schäden, elektronischen Defekten, Verschlüsselungen, Dateisystemschäden und sonstigen Umständen.
3.3 Soweit nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart wurde, schuldet CompuClinic keinen bestimmten Datenrettungserfolg, sondern die fachgerechte Durchführung der beauftragten Prüfung, Analyse oder Datenrettung nach branchenüblicher Sorgfalt.
3.4 Eine vollständige Wiederherstellung aller Daten kann nicht garantiert werden.
4. Kostenlose Erstprüfung
4.1 CompuClinic bietet eine kostenlose Erstprüfung an. Diese gilt, soweit nicht anders angegeben, bis zu einem RAID-1/5-System mit maximal 3 Festplatten oder SSDs.
4.2 Die Erstprüfung dient dazu, den Datenträger oder das System einzuordnen, das Schadensbild einzuschätzen und festzustellen, ob eine Datenrettung grundsätzlich möglich erscheint.
4.3 Die kostenlose Erstprüfung ist kein ausführliches Sachverständigengutachten, keine vollständige forensische Analyse und keine Garantie für eine spätere erfolgreiche Datenrettung.
4.4 Wenn eine Datenrettung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll erscheint, wird dem Kunden dies mitgeteilt. In diesem Fall entstehen für die Erstprüfung keine Kosten, sofern keine besonderen Zusatzleistungen, Expressbearbeitung, Ersatzteile, Fremdlaborkosten, Zielmedien oder Versandkosten ausdrücklich vereinbart wurden.
4.5 Eine weitergehende Untersuchung, Sonderprüfung, Expressbearbeitung, Ersatzteilbeschaffung, Fremdlaborleistung oder umfangreiche forensische Analyse ist nur kostenpflichtig, wenn dies vorher mit dem Kunden vereinbart wurde.
5. Pauschalpreise und Preisgrundlage
5.1 CompuClinic arbeitet bei vielen Standardfällen mit festen Pauschalpreisen. Dadurch weiß der Kunde in der Regel bereits vor der Bearbeitung, welche Kosten für die Datenrettung entstehen.
5.2 Die für den jeweiligen Fall geltenden Preise ergeben sich aus der aktuellen Preisliste, der Webseite, dem Auftragsformular oder einer individuellen Mitteilung an den Kunden.
5.3 Ein gesondertes individuelles Angebot wird nur erstellt, wenn der Fall nicht unter die üblichen Pauschalpreise fällt oder wenn ein besonderer technischer Aufwand zu erwarten ist.
5.4 Zusatzkosten, etwa für Ersatzteile, Zielmedien, Expressbearbeitung, Rückversand, Fremdlaborleistungen oder besondere Sonderleistungen, werden nur berechnet, wenn sie vorher vereinbart wurden.
5.5 Preisangaben gegenüber Verbrauchern verstehen sich inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer, soweit nicht ausdrücklich anders angegeben.
6. Analyse- und Bearbeitungspauschale bei Nichtbeauftragung der Datenrettung
6.1 Die kostenlose Erstprüfung bleibt kostenlos, wenn keine Datenrettung möglich ist oder wenn der Kunde die Datenrettung zum vorher bekannten Preis durchführen lässt.
6.2 Ergibt die Erstprüfung, dass eine Datenrettung technisch möglich erscheint, und waren dem Kunden die hierfür geltenden Pauschalpreise oder Kosten vorab bekannt, kann der Kunde die Datenrettung zu diesen Preisen durchführen lassen.
6.3 Lehnt der Kunde eine technisch mögliche Datenrettung ab, obwohl ihm die hierfür geltenden Preise vorher bekannt waren, berechnet CompuClinic für die bis dahin erbrachte Prüfung, Analyse, technische Bearbeitung und Aufwandseinschätzung eine Analyse- und Bearbeitungspauschale.
6.4 Diese beträgt:
- 149,00 EUR inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer bei einem Einzeldatenträger, zum Beispiel Festplatte, SSD, NVMe-Laufwerk, USB-Stick, Speicherkarte oder vergleichbarem Medium,
- 249,00 EUR inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer bei RAID-, NAS-, Server-, Mehrplatten- oder vergleichbaren Verbundsystemen.
6.5 Die Analyse- und Bearbeitungspauschale ist keine Vertragsstrafe. Sie ist eine Vergütung für die bis dahin bereits erbrachte technische Prüfungs-, Analyse- und Bearbeitungsleistung.
6.6 Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Aufwand entstanden ist.
6.7 CompuClinic bleibt der Nachweis eines höheren Aufwandes vorbehalten, soweit dieser gesondert vereinbart wurde oder gesetzlich zulässig ist.
7. Auftragserteilung und Beginn der Bearbeitung
7.1 Der Auftrag kommt zustande, wenn der Kunde CompuClinic einen Datenträger übergibt, übersendet oder eine Leistung ausdrücklich beauftragt und CompuClinic die Bearbeitung annimmt.
7.2 Die Beauftragung kann schriftlich, per E-Mail, über ein Formular, telefonisch, persönlich oder auf andere eindeutige Weise erfolgen.
7.3 Bei Verbrauchern, die den Auftrag per Fernkommunikation, etwa per E-Mail, Telefon, Webseite oder Formular erteilen, gelten zusätzlich die Regelungen zum Widerrufsrecht.
7.4 Wünscht der Kunde eine besonders schnelle Bearbeitung, insbesondere vor Ablauf einer möglichen Widerrufsfrist, muss er dies ausdrücklich bestätigen.
8. Widerrufsrecht bei Verbrauchern
8.1 Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu.
8.2 Wünscht der Verbraucher, dass CompuClinic bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Erstprüfung, Analyse oder Datenrettung beginnt, muss er dies ausdrücklich verlangen.
8.3 Verlangt der Verbraucher den Beginn der Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist und widerruft den Vertrag später, schuldet er Wertersatz für die bis zum Widerruf bereits erbrachten Leistungen, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
8.4 Das Widerrufsrecht kann bei vollständiger Erbringung der beauftragten Dienstleistung erlöschen, wenn der Verbraucher vorher ausdrücklich zugestimmt hat, dass CompuClinic vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und bestätigt hat, dass er bei vollständiger Vertragserfüllung sein Widerrufsrecht verliert.
8.5 Die gesetzliche Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular werden dem Verbraucher gesondert zur Verfügung gestellt, soweit ein Widerrufsrecht besteht.
9. Mitwirkungspflichten des Kunden
9.1 Der Kunde ist verpflichtet, alle für die Bearbeitung wichtigen Informationen vollständig und wahrheitsgemäß mitzuteilen.
9.2 Dazu gehören insbesondere:
- Art des Schadens,
- bisherige Rettungs- oder Reparaturversuche,
- Sturz-, Wasser-, Brand- oder Überspannungsschäden,
- ungewöhnliche Geräusche,
- Verschlüsselungen,
- Passwörter,
- BitLocker-, VeraCrypt-, RAID-, NAS- oder Benutzerzugangsdaten,
- besonders wichtige Dateien oder Ordner,
- Hinweise auf Viren, Malware oder Manipulationen.
9.3 Der Kunde versichert, dass er zur Übergabe des Datenträgers und zur Beauftragung der Datenrettung berechtigt ist.
9.4 Nach Eintritt eines Datenverlustes sollte der Kunde keine weiteren Schreibzugriffe, Reparaturversuche, Formatierungen, Neuinstallationen, Dateisystemreparaturen, CHKDSK-/FSCK-Läufe oder sonstige Veränderungen am Datenträger durchführen.
9.5 Unterlässt der Kunde wichtige Hinweise oder führt er weitere Eigenversuche durch, kann dies die Erfolgsaussichten verschlechtern. Eine Haftung von CompuClinic hierfür ist ausgeschlossen, soweit CompuClinic den Schaden nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat.
10. Bearbeitung beschädigter Datenträger
10.1 Der Kunde ist damit einverstanden, dass Datenträger zum Zweck der Erstprüfung, Analyse oder Datenrettung geöffnet, zerlegt, ausgebaut, gereinigt, technisch verändert oder mit Spezialhardware ausgelesen werden können, soweit dies für die Bearbeitung erforderlich ist.
10.2 Dabei können Herstellersiegel, Garantieaufkleber, Gehäuse, Steckverbindungen oder andere Bestandteile beschädigt oder entfernt werden. Eine Herstellergarantie kann dadurch entfallen.
10.3 Bereits beschädigte Datenträger können sich trotz fachgerechter Behandlung weiter verschlechtern oder vollständig ausfallen.
10.4 Dies gilt insbesondere bei Headcrash, defekten Schreib-/Leseköpfen, Oberflächenschäden, defekten Flash-Speichern, beschädigter Firmware, instabilen SSDs, beschädigten Speicherkarten, fehlerhaften USB-Sticks, elektronischen Defekten oder stark degradierten Festplatten.
10.5 CompuClinic haftet nicht für Verschlechterungen, die durch den bereits vorhandenen Schaden, normale technische Bearbeitungsrisiken oder unvermeidbare Vorgänge verursacht werden.
11. Physikalische Datenrettung, Ersatzteile und Fremdleistungen
11.1 Bei physikalischen Schäden können Ersatzteile, Spenderlaufwerke, Spezialwerkzeuge oder externe Laborleistungen erforderlich sein.
11.2 Solche Zusatzkosten werden nur berechnet, wenn sie vorher mit dem Kunden vereinbart wurden.
11.3 CompuClinic ist berechtigt, geeignete Erfüllungsgehilfen, Speziallabore oder Dienstleister einzusetzen, soweit dies für die Bearbeitung erforderlich oder zweckmäßig ist.
11.4 Dabei werden Vertraulichkeit und Datenschutz beachtet.
12. Datenrettung, Teilerfolg und Datenqualität
12.1 Eine Datenrettung kann vollständig, teilweise oder erfolglos sein.
12.2 Eine Datenrettung gilt als technisch erfolgreich, wenn verwertbare Daten in nicht nur unerheblichem Umfang wiederhergestellt oder bereitgestellt werden können.
12.3 Bei beschädigten Dateisystemen, defekten Sektoren, fragmentierten Dateien, Überschreibungen, Verschlüsselung, mechanischen Schäden oder Flash-Defekten kann es zu beschädigten, unvollständigen, umbenannten, verschobenen oder nicht mehr sinnvoll zuordenbaren Dateien kommen.
12.4 CompuClinic führt vor der Übergabe der geretteten Daten eine stichprobenartige Qualitätsprüfung durch. Soweit technisch möglich und soweit es sich nicht um proprietäre, verschlüsselte, passwortgeschützte oder nur mit Spezialsoftware nutzbare Dateiformate handelt, werden hierzu beispielhaft ausgewählte Dateien geöffnet oder geprüft. Die Prüfung umfasst in der Regel etwa 60 bis 80 Dateien, sofern ausreichend geeignete Dateien vorhanden sind.
12.5 Ergibt die Qualitätsprüfung, dass die wiederhergestellten Daten in erheblichem Umfang beschädigt, unbrauchbar oder qualitativ nicht ausreichend sind, informiert CompuClinic den Kunden hierüber. In solchen Fällen kann CompuClinic dem Kunden von der kostenpflichtigen Durchführung der Datenrettung abraten.
12.6 Nach Übergabe oder Bereitstellung der Daten sollte der Kunde die für ihn wichtigen Dateien zeitnah prüfen. Spätere Beanstandungen können nur berücksichtigt werden, soweit die geretteten Daten noch bei CompuClinic vorhanden sind und eine Nachprüfung technisch möglich ist.
12.7 CompuClinic übernimmt keine Garantie dafür, dass gerettete Programme, Betriebssysteme, Datenbanken, virtuelle Maschinen, E-Mail-Archive oder Spezialanwendungen ohne weitere Reparaturmaßnahmen sofort lauffähig sind.
12.8 Bei virtuellen Systemen, Datenbanken, E-Mail-Datenbanken, Buchhaltungsprogrammen oder Branchensoftware kann eine zusätzliche Prüfung oder Reparatur durch den Softwarehersteller, Administrator oder eine Fachperson erforderlich sein.
13. Zahlung und Zurückbehaltungsrecht
13.1 Die Vergütung richtet sich nach der aktuellen Preisliste, dem Auftragsformular, der Webseite oder einer individuellen Vereinbarung.
13.2 Die Zahlung ist spätestens vor Übergabe, Versandfreigabe oder Bereitstellung der geretteten Daten fällig, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
13.3 CompuClinic ist berechtigt, die Herausgabe der geretteten Daten, Zielmedien oder Datenträger bis zur vollständigen Zahlung zurückzuhalten.
13.4 Bei Unternehmern kann Vorkasse, Teilzahlung oder Abschlagszahlung verlangt werden.
13.5 Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Vorschriften.
14. Datenträger, Rückgabe, Aufbewahrung und Löschung
14.1 Nach Abschluss der Bearbeitung erhält der Kunde die geretteten Daten auf einem geeigneten Zielmedium, per Download oder in einer anderen vereinbarten Form.
14.2 Originaldatenträger werden auf Wunsch zurückgegeben, sofern sie noch vorhanden und transportfähig sind.
14.3 Arbeitskopien, Images und gerettete Daten werden aus Sicherheits- und Datenschutzgründen nur für eine begrenzte Zeit gespeichert.
14.4 Soweit nichts anderes vereinbart wurde, werden Arbeitskopien, Images und gerettete Daten spätestens 14 Tage nach Übergabe, Bereitstellung oder Abschluss des Auftrags gelöscht.
14.5 Holt der Kunde Datenträger, Zielmedien oder gerettete Daten trotz Aufforderung nicht ab oder reagiert er nicht auf Rückfragen, kann CompuClinic nach vorheriger Erinnerung eine angemessene Lagergebühr berechnen.
14.6 Reagiert der Kunde auch nach angemessener Fristsetzung nicht, dürfen überlassene Datenträger, Arbeitskopien und gerettete Daten datenschutzgerecht gelöscht oder entsorgt werden, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
15. Versand und Transport
15.1 Der Versand von Datenträgern an CompuClinic erfolgt auf Risiko des Kunden.
15.2 Der Kunde ist für eine sichere, stoßgeschützte, antistatische und geeignete Verpackung verantwortlich.
15.3 Rücksendungen erfolgen nach Wahl von CompuClinic mit einem geeigneten Versanddienstleister.
15.4 Für Transportschäden, die auf unzureichende Verpackung durch den Kunden zurückzuführen sind, haftet CompuClinic nicht.
15.5 Das Transportrisiko bei Rücksendung an Verbraucher richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften. Bei Unternehmern geht das Risiko mit Übergabe an den Versanddienstleister über.
16. Datenschutz, Kundendaten und Vertraulichkeit
16.1 CompuClinic verarbeitet und speichert personenbezogene Daten des Kunden, soweit dies zur Anbahnung, Durchführung und Abwicklung des Auftrags erforderlich ist. Dazu gehören insbesondere Name, Anschrift, Kontaktdaten, Auftragsdaten, Gerätedaten, Fehlerbeschreibung, Kommunikationsinhalte, Rechnungsdaten und Zahlungsinformationen.
16.2 Die Verarbeitung erfolgt insbesondere zur Bearbeitung der Anfrage, Durchführung der Erstprüfung, Datenrettung, Kommunikation mit dem Kunden, Dokumentation des Auftrags, Abrechnung, Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten sowie zur Wahrung berechtigter Interessen, insbesondere zur Nachweisführung bei Rückfragen, Beanstandungen oder Streitfällen.
16.3 Kundendaten, die für Rechnung, Buchhaltung und steuerliche Nachweispflichten erforderlich sind, werden entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert. Nach Ablauf der jeweiligen Fristen werden diese Daten gelöscht, sofern keine weitere rechtliche Grundlage für die Speicherung besteht.
16.4 Arbeitskopien, Images und gerettete Daten werden hiervon getrennt behandelt. Sie werden aus Sicherheits- und Datenschutzgründen nur für eine begrenzte Zeit gespeichert und, soweit nichts anderes vereinbart wurde, spätestens 14 Tage nach Übergabe, Bereitstellung oder Abschluss des Auftrags gelöscht.
16.5 Eine inhaltliche Sichtung von Dateien erfolgt nur, soweit dies zur Prüfung, Datenrettung, Qualitätskontrolle, Dateizuordnung, Virenprüfung, forensischen Analyse oder technischen Wiederherstellung erforderlich ist.
16.6 CompuClinic behandelt alle Kundendaten, Datenträgerinhalte, Geschäftsunterlagen und sonstigen Informationen vertraulich.
16.7 Bei Unternehmern, Behörden, Vereinen, Praxen oder sonstigen Organisationen kann eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO erforderlich sein.
16.8 Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen und gegebenenfalls eingesetzte Dienstleister werden zur Vertraulichkeit verpflichtet.
16.9 Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur, soweit dies zur Auftragserfüllung erforderlich ist, der Kunde eingewilligt hat oder eine gesetzliche Pflicht besteht.
17. Illegale Inhalte und Verdachtsfälle
17.1 Der Kunde versichert, dass die übergebenen Datenträger und Daten keine Inhalte enthalten, deren Besitz, Verarbeitung oder Wiederherstellung strafbar ist.
17.2 Ergeben sich während der Bearbeitung konkrete Hinweise auf strafbare Inhalte, kann CompuClinic die Bearbeitung abbrechen.
17.3 Soweit gesetzlich erforderlich, kann CompuClinic Behörden informieren oder Daten sichern.
17.4 Eine Pflicht zur allgemeinen Kontrolle sämtlicher Dateninhalte besteht nicht.
18. Forensische Dienstleistungen
18.1 Bei forensischen Analysen, Spurensicherungen, Dateisystemprüfungen, Image-Erstellungen oder technischen Gutachten richtet sich der Umfang ausschließlich nach dem vereinbarten Auftrag.
18.2 Eine forensische Untersuchung ersetzt kein gerichtliches Sachverständigengutachten, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
18.3 Soweit eine beweissichere Arbeitsweise, besondere Dokumentation oder Chain of Custody gewünscht ist, muss der Kunde dies vor Beginn ausdrücklich mitteilen.
18.4 Nachträgliche Anforderungen an Beweissicherheit, Dokumentationsumfang oder gerichtliche Verwertbarkeit können nur eingeschränkt berücksichtigt werden.
19. Software, Hilfsprogramme und digitale Inhalte
19.1 Sofern CompuClinic Software, Hilfsprogramme, Skripte, Anleitungen oder sonstige digitale Inhalte bereitstellt, gelten ergänzend die auf der jeweiligen Software-Seite genannten Nutzungs- und Sicherheitshinweise.
19.2 Dies gilt insbesondere für Inhalte und Programme, die über die Webseite von CompuClinic oder über die Software-Seite software.compuclinic.de bereitgestellt werden.
19.3 Die bereitgestellte Software wird nach bestem Wissen erstellt und getestet. Der Einsatz erfolgt auf eigene Verantwortung des Nutzers.
19.4 Die Software darf nur in rechtlich zulässiger Weise und nur auf eigenen Systemen oder mit Zustimmung des jeweiligen Berechtigten eingesetzt werden.
19.5 Vor dem Einsatz der Software an wichtigen Datenträgern, produktiven Systemen, Kundendaten oder beweisrelevanten Daten sind geeignete Sicherungen zu erstellen und die Eignung der Software für den jeweiligen Einsatzzweck zu prüfen.
19.6 CompuClinic übernimmt keine Garantie dafür, dass bereitgestellte Software für jeden Einsatzzweck, jedes Betriebssystem, jede Gerätekonfiguration, jeden Datenträger oder jede Datenstruktur geeignet ist.
19.7 Die Software darf nicht zur Umgehung fremder Rechte, zu unbefugten Datenzugriffen, Manipulationen, rechtswidrigen Analysen oder sonstigen rechtswidrigen Zwecken verwendet werden.
19.8 Soweit Software kostenlos bereitgestellt wird, besteht kein Anspruch auf dauerhafte Verfügbarkeit, Wartung, Support, Fehlerbehebung, Anpassung an zukünftige Betriebssysteme oder zukünftige Updates, sofern nichts anderes ausdrücklich vereinbart wurde.
19.9 Der Nutzer darf Software, Hilfsprogramme, Skripte oder digitale Inhalte von CompuClinic nicht ohne ausdrückliche Zustimmung vervielfältigen, verkaufen, vermieten, öffentlich zugänglich machen, als eigene Software ausgeben oder kommerziell weiterverbreiten, soweit dies nicht gesetzlich ausdrücklich erlaubt ist.
19.10 Gesetzliche Rechte des Nutzers bleiben unberührt.
20. Haftung
20.1 CompuClinic haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
20.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet CompuClinic nur für den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
20.3 Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
20.4 Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
20.5 Eine Haftung für bereits vorhandene Schäden am Datenträger, Folgeschäden aus dem ursprünglichen Datenverlust, entgangenen Gewinn, Betriebsunterbrechung, Datenneuerfassung, Nutzungsausfall, ausgefallene Produktion, verlorene Aufträge oder indirekte Schäden ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
20.6 Der Kunde bleibt selbst dafür verantwortlich, regelmäßige Datensicherungen vorzuhalten.
20.7 CompuClinic haftet nicht für Schäden, die bei ordnungsgemäßer Datensicherung vermeidbar gewesen wären, soweit gesetzlich zulässig.
20.8 Für Schäden durch den Einsatz bereitgestellter Software haftet CompuClinic nach den vorstehenden Haftungsregelungen. Der Nutzer ist verpflichtet, vor dem Einsatz geeignete Sicherungen zu erstellen und die Software zunächst in einer geeigneten Testumgebung oder an Kopien zu prüfen, soweit dies möglich und zumutbar ist.
21. Gewährleistung und Beanstandungen
21.1 Der Kunde sollte die geretteten Daten nach Erhalt zeitnah prüfen.
21.2 Beanstandungen sind möglichst innerhalb von 7 Kalendertagen nach Übergabe oder Bereitstellung der Daten mitzuteilen.
21.3 Bei Verbrauchern bleiben gesetzliche Rechte unberührt.
21.4 Bei berechtigten Beanstandungen erhält CompuClinic Gelegenheit zur Nachbesserung, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist.
21.5 Eine Gewährleistung für Daten, die aufgrund des Schadensbildes objektiv nicht mehr lesbar, überschrieben, fragmentiert, verschlüsselt, zerstört oder technisch nicht rekonstruierbar sind, besteht nicht.
22. Eigentumsvorbehalt und Rechte an Daten
22.1 Gelieferte Zielmedien, Ersatzteile oder sonstige Waren bleiben bis zur vollständigen Zahlung Eigentum von CompuClinic.
22.2 An den geretteten Daten selbst erwirbt CompuClinic keine Rechte.
22.3 Die Rechte an den Daten verbleiben beim Kunden oder dem jeweiligen Rechteinhaber.
23. Schlussbestimmungen
23.1 Es gilt deutsches Recht.
23.2 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand – soweit zulässig – der Sitz von CompuClinic – Christian Nennhuber.
23.3 Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, undurchführbar oder nicht Vertragsbestandteil geworden sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
23.4 Änderungen und Ergänzungen individueller Vereinbarungen bedürfen der Textform, soweit gesetzlich zulässig.
